Dieffenbacher: Nimmt „Fiber2Fiber“-Anlage in Betrieb
Dieffenbacher: Nimmt „Fiber2Fiber“-Anlage in Betrieb

Die neue Dieffenbacher-„Fiber2Fiber“-Anlage des Bodenbelagherstellers Unilin hat erfolgreich die ersten Fasern aus recyceltem Faserplattenmaterial hergestellt. Die Faserplatten-Recyclinganlage im industriellen Maßstab ist nun in Betrieb und wurde vollständig in den laufenden Produktionsprozess im MDF-Werk von Unilin im französischen Bazeilles integriert.
Die Anlage ist laut Dieffenbacher die weltweit erste, die sowohl interne Faserplattenabfälle wie Produktionsreste und andere Reststoffe aus der Faserplattenherstellung als auch Post-Consumer-Faserplattenmaterial, zum Beispiel aus Sperrmüll, recyceln kann.
Die Kerntechnologie von „Fiber2Fiber“ besteht in der Verwendung von Dampf zur Rückgewinnung von Fasern aus alten Faserplatten. Im „FiberXtractor“ von Dieffenbacher werden die Faserplattenabfälle in einem geschlossenen Dampfexplosionsbehälter ausschließlich mit Wasserdampf aufbereitet. Wenn der Druck schnell abgelassen wird, bewirkt der Dampf, dass die Faserplatten aufgebrochen und die Fasern getrennt werden, ohne dass ihre ursprüngliche Struktur dabei beschädigt wird. Diese Fasern werden dann unmittelbar für die Herstellung neuer Faserplatten wiederverwendet. Einer der wesentlichsten Vorteile des „Fiber2Fiber“-Prozesses und sei, dass sowohl interne Produktionsabfälle als auch Post-Consumer-Materialien verarbeitet werden können. Der gesamte Prozess ist laut eigener Aussage so konzipiert, dass er in bestehende Produktionslinien integriert werden kann.
„Wir sind sehr stolz auf die erfolgreiche Integration. Damit kann nun jeder sehen, wozu unser einzigartiger ,Fiber2Fiber‘-Prozess in der Lage ist“, sagt Michael Rupp, Leiter der Business Unit Recycling bei Dieffenbacher. „Mit der Entwicklung von ,Fiber2Fiber‘ haben wir erreicht, was bisher als unmöglich galt: Faserplatten im industriellen Maßstab wiederverwertbar zu machen. Mit dieser Innovation unterstützen wir nicht nur die Kreislaufwirtschaft, sondern setzen auch neue Maßstäbe für nachhaltige Produktion in der Branche.“
