Egger: Neues Kraftwerk nimmt Betrieb auf
Egger: Neues Kraftwerk nimmt Betrieb auf

St. Johann in Tirol (Österreich). Das neue Kraftwerk der Egger Gruppe am Stammsitz in St. Johann in Tirol hat im Mai erstmals Strom produziert und wird nun stufenweise hochgefahren. Die Baumaßnahme ist Teil des Energie- und Umweltprojekts des Unternehmens und soll eine Eigenstromversorgung des Standorts von mindestens 70% ermöglichen.
Mit dem erfolgreichen Start der Stromerzeugung beginnt der schrittweise Übergang der Anlage in den regulären Betrieb. Die Inbetriebnahme erfolgt laut Egger schrittweise bis zum Spätsommer 2026, begleitet von weiteren Abstimmungen und Optimierungen im Zusammenspiel mit bestehenden Anlagen. Das Kraftwerk mit Dampfkessel und Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis biogener Brennstoffe soll künftig sowohl Wärme als auch erstmals Strom für die eigenen Produktionsprozesse liefern. Zur Stromerzeugung wurde eine 14,5-MW-Turbine installiert, die pro Jahr ca. 100.000 MWh elektrische Energie erzeugt. Im Normalbetrieb soll das Werk erdgasfrei arbeiten und in Folge den Einsatz fossiler Brennstoffe am Standort gegen null reduzieren. Zusätzlich will das Unternehmen die umliegenden Gemeinden mit noch mehr nachhaltiger Fernwärme versorgen.
Das Projekt am Standort St. Johann in Tirol ist Teil der langfristigen Klimastrategie von Egger. Seit dem Baustart im Frühjahr 2024 investiert das Unternehmen rund 80 Mio. Euro in die nächste Ausbaustufe des Energie- und Umweltprojekts in seinem Stammwerk. Das Werk St. Johann in Tirol verfügt bereits seit 2008 über eine Kesselanlage, die durch die Verbrennung von Biomasse und biogenen Produktionsrückständen Wärmeenergie für die Produktionsanlagen sowie die Fernwärmeversorgung der Gemeinden St. Johann in Tirol und Oberndorf erzeugt.
„Die erste Stromproduktion markiert einen bedeutenden Abschnitt in der technischen Umsetzung des Projekts“, sagt Projektleiter Hans Feiersinger. „Der Fokus liegt nun auf dem stabilen Hochfahren und der weiteren Integration der Anlage in den laufenden Betrieb.“ Johannes Salvenmoser, Werksleitung Produktion & Technik in St. Johann, ergänzt: „Wir machen uns unabhängiger von volatilen Energiemärkten und sichern die Produktionsprozesse langfristig ab.“
