IMA Schelling: Hausmesse mit Zukunft im Blick




IMA Schelling: Hausmesse mit Zukunft im Blick














Dialog beim Open House 2026 von IMA Schelling Lübbecke: CEO Maximilian Lehner setzt auf den engen Austausch mit Kunden. Foto: IMA Schelling



Lübbecke. Rund 300 Fachbesucher, drei intensive Tage und ein klarer Fokus auf konkrete industrielle Anwendungen: Das Open House 2026 von IMA Schelling in Lübbecke zeigte die ganze Bandbreite moderner Holz- und Möbeltechnik. Das Spektrum reichte von hochflexiblen Systemen zur Kantenbearbeitung über CNC- und Bohrtechnik bis zu KI-gestützter Qualitätskontrolle. Im Mittelpunkt standen Automatisierung, digitale Prozessintelligenz und skalierbare Fertigung, von der Einzellösung bis zur Massenproduktion. Intensive Kundengespräche und technische Einblicke wurden ebenfalls geboten. „In einem solchen Rahmen können wir die Zeit mit unseren Kunden optimal nutzen“, sagte IMA Schelling CEO Maximilian Lehner. So bot das Open House 2026 eine Gelegenheit, Anwendungen im Detail zu diskutieren und den laufenden Betrieb direkt zu erleben.


Technik, die ganzheitlich funktioniert


Vorgestellt wurden durchgängige Produktionslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Zuschnitt über die Kantenbearbeitung bis zu CNC-, Bohr- und Fräsprozessen sowie integrierten Handlingssystemen. Die Anlagen wurden nicht isoliert präsentiert, sondern als komplette Prozessketten im realen Einsatz vorgeführt und im Technikum demonstriert. Die enge Verbindung zur Anwendung prägt die unternehmensweite Hands-on-Mentalität von IMA Schelling. Im Kontext steigender Anforderungen an Variantenvielfalt und Effizienz rückte zudem die Hochleistungsplattenaufteilsäge HL 1 in den Fokus. Entwickelt für den Trend zur Losgröße 1 zeigt sie, wie sich hohe Performance mit flexiblen Fertigungsanforderungen und variabler Layoutgestaltung verbinden lässt.


Software wird Produktionsfaktor


Ein zentrales Thema war die zunehmende Verschmelzung von Automatisierung, Software und künstlicher Intelligenz. Durch Fachkräftemangel, steigende Kosten und wachsende Effizienzanforderungen gewinnen datengetriebene Systeme weiter an Bedeutung. Mit der Weiterentwicklung der Maschinen-Software-Plattform „aimi“ setzt IMA Schelling auf integrierte digitale Strukturen. Parallel wird die ERP-Systemlandschaft modernisiert und um Plattformen erweitert, die Kunden den Einsatz eigener KI-Anwendungen ermöglichen. „Ein komplett neuer Ansatz. Das hat bei uns in der Branche so noch niemand“, betonte CEO Maximilian Lehner. Premiere feierte zudem die KI-Plattform „Vision AI“. Auf ihr trainieren Kunden eigene Modelle zur industriellen Bildauswertung, etwa für Qualitätsprüfung und Fertigungskontrolle. Damit erweitert das Unternehmen sein Vision-Portfolio konsequent in Richtung individuell konfigurierbarer KI-Anwendungen. Auch der Servicebereich präsentierte sich in dem Zusammenhang als zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts. Ein Schwerpunkt lag auf Konzepten zur nachhaltigen Leistungssteigerung von Anlagen in den Bereichen Modernisierung, Digitalisierung und Reparatur.


Der persönliche Austausch erwies sich als zentraler Erfolgsfaktor der Veranstaltung. Die Gespräche reichten von konkreten Projektanforderungen bis zu strategischen Fragen der zukünftigen Produktion. Auch die Wirtschaftssituation war Thema, insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten und zurückhaltenden Investitionsentscheidungen. Der CEO zur Lage des Unternehmens: „Trotz eines herausfordernden Marktumfelds sind wir grob auf Kurs.“ Internationale Leitmessen wie Ligna, IWF Atlanta und Interzum Guangzhou blieben weiterhin zentrale Bausteine der Marktstrategie. „Doch das Open House in Lübbecke ist ein Format“, unterstrich Lehner, „das wir zunehmend als Ergänzung zu klassischen Messen etablieren wollen. Neben neuen Systemen und realen Anwendungen geht es uns um den intensiven Dialog mit dem Kunden. Denn Zukunft entsteht dort, wo Technologie nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam im Prozess weitergedacht wird.“




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