PEFC Deutschland: Neuer Standard erfüllt EU-Holzhandelsverordnung






Der jetzt in Stuttgart veröffentlichte neue PEFC-Chain-of-Custody-Standard (PEFCST2002:2013) bietet Unternehmen einen effizienten Mechanismus, um zu demonstrieren, dass sie den Anforderungen der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) gerecht werden. Der Standard wurde in den letzten 18 Monaten überarbeitet, um die spezifischen Bedingungen von bestehenden und künftigen gesetzlichen und regulatorischen Prozessen zu erfüllen.

Der neue PEFC Chain-of-Custody-Standard tritt am 24. Mai mit einer Übergangsfrist von neun Monaten offiziell in Kraft. Unternehmen, die derzeit nach dem bisherigen PEFC Chain-of-Custody-Standard von 2010 zertifiziert sind, können ihr bestehendes System bis zum endgültigen Inkrafttreten des neuen Standards ebenfalls an die Anforderungen der EUTR anpassen.

Die EU-Holzhandelsverordnung verbietet das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz auf dem europäischen Markt, mit dem Ziel das Problem des illegalen Holzeinschlags weltweit zu bekämpfen.

Die EUTR setzt Vorgaben zur Minimierung des Risikos von illegal gehandeltem Holz, die Unternehmen in der EU erfüllen müssen. So verlangt die Verordnung von Unternehmen, die Holz und Holzerzeugnisse auf den europäischen Markt bringen, ein Due Diligence System (DDS) zu implementieren. Firmen, die in der EU mit Holzprodukten handeln, sind dafür verantwortlich, über Lieferanten und Kunden so Buch zu führen, dass eine Rückverfolgbarkeit möglich ist. Die Verordnung wirkt sich auch auf Unternehmen außerhalb der EU aus, da ihre Produkte weiter unten in der Lieferkette in die EU importiert werden dürfen.

„Alle Unternehmen mit gültigem PEFC-CoC-Zertifikat genügen den Anforderungen der EU-Holzhandelsverordnung, wenn sie den revidierten Standard anwenden und müssen sich weder selbst ein eigenes Due Diligence System (DDS) basteln noch einer Überwachungsorganisation anschließen“, erläutert Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland.

Die wichtigsten Veränderungen des überarbeiteten Chain-of-Custody-Standards beinhalteten u.a. eine erweiterte Definition von umstrittenen Quellen, zusätzliche Anforderungen zur Erfüllung der Informationsbedürfnisse der verschiedenen rechtlichen und regulatorischen Prozesse sowie eine Anpassung des PEFC Due Diligence Systems an das Konzept der EUTR. Das PEFC DDS sei nun Pflicht für alle zertifizierten Unternehmen und gelte auch für zertifiziertes Material.

„PEFC ist das erste globale Forstzertifizierungs-System, das seinen Chain-of-Custody-Standard an die EUTR-Anforderungen angepasst hat. Mehr als 10.000 Unternehmen weltweit bedienen sich bereits der PEFC-Chain-of-Custody-Zertifizierung. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Betrieben nun auch zu demonstrieren, dass sie den Anforderungen der EUTR vollumfänglich gerecht werden“, erläutert Ben Gunneberg, Generalsekretär von PEFC International.






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