Tagung des dLv: Optimistische Impulse für die Zukunft
Tagung des dLv: Optimistische Impulse für die Zukunft

Rund 160 Teilnehmer sind am 7. und 8. Mai zur jährlichen Tagung des Deutschen Ladenbau Verbands (dLv) nach Hamburg gekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Zukunft des stationären Handels, die Herausforderungen der Branche und die Rolle des Ladenbaus für lebendige Innenstädte.
Das Geschäftsjahr verläuft laut Aussage des Verbands schwierig. Der Rückenwind aus 2025 hat nachgelassen und der Nahostkrieg zeige spürbare Folgen: hohe Transportkosten, beginnende Lieferengpässe, verschobene Projekte, stagnierende Investitionen und verunsicherte Konsumenten. Zugleich agieren Kunden kurzfristiger und fordern mehr Flexibilität und Geschwindigkeit.
Die Ladenbauer müssen daher reagieren: „Warten ist keine Option – die Zukunft ist jetzt“, betonte dLv-Präsident Carsten Schemberg. Die Teilnehmer der Tagung rückten den Fokus ihrer Diskussionen auf Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und die zentrale Bedeutung starker Partnernetzwerke.
Optimismus prägte zudem die Fachvorträge: Jakob Ledermann von Philoneos machte deutlich, dass Künstliche Intelligenz künftig alle Lebens- und Geschäftsbereiche durchdringen werde. Wutao Wen vom Rheingold Institut zeigte am Beispiel des chinesischen Marktes, dass der rein digital gesteuerte Handel dort seinen Kipppunkt erreicht habe: Menschen suchten wieder analoge Erlebnisse, reale Stores und lokale Communities. Professorin Sabine Krieg von der Hochschule Düsseldorf appellierte, die „Kannibalisierung der Innenstädte" zu stoppen. Der Ladenbau könne hier eine tragende Rolle spielen.
Zum Abschluss führte eine Exkursion durch das Überseequartier mit Westfield Center in der Hamburger HafenCity und zu Steinway & Sons. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit noch einmal zum intensiven Austausch.
Die nächste dLv-Ladenbautagung findet am 29. und 30. April 2027 in Freiburg statt. Geplant ist ein Besuch beim Mitgliedsunternehmen Kramer GmbH in Umkirch.
