Weber: Optimierte Unternehmensstruktur
Weber: Optimierte Unternehmensstruktur

Die Weber Schraubautomaten GmbH (Wolfratshausen) konnte mit strukturellen Optimierungen und einer geschärften Strategie in den ersten Wochen des neuen Jahres ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften. Eine konsequente internationale Ausrichtung der Weber Group stabilisierte zudem den Auftragseingang.
Das letzte Jahr hatte auch das Familienunternehmen laut eigener Aussage deutlich belastet. Die wirtschaftliche Talfahrt in allen Industriebranchen und vor allem die Krise in der europäischen Automobilindustrie führten zu einem deutlichen Auftragsrückgang bei Weber. Hinzu kam eine erstarkte Automatisierungsbranche im asiatischen Raum, die eine zunehmende Konkurrenz für das Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Systemen zur Automatisierung von Montageprozessen darstellt.
Gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf an automatisierten Schraub-, Verbindungs- und Demontageprozessen weltweit. Weber hat mit umfassenden Strukturanpassungen sowie einer Schärfung der eigenen Produkt- bzw. Vertriebsstrategie reagiert – mit deutlich positiven Wirkungen. Felix Kleinert, CEO der Weber Group, sagt: „Die Unternehmen der Weber Group können nach den ersten Wochen des neuen Jahres mit Optimismus auf die geschäftliche Entwicklung blicken. Globale Krisen, eine insgesamt flaue konjunkturelle Lage in allen Branchen und Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen hatten auch unsere Unternehmensgruppe vor enorme Herausforderungen gestellt. Heute können wir sagen: ,We are back on track‘.“
Das Unternehmen musste am Standort Wolfratshausen die Zahl der Mitarbeiter von 360 auf 300 Beschäftigte reduzieren. Die zahlenmäßige Reduzierung des Teams gelang dabei laut Weber ohne die Inanspruchnahme eines Sozialplans und mit nur einer betriebsbedingten Kündigung. Der Personalabbau soll nun kurz- und mittelfristig den finanziellen Spielraum bei notwendigen Investitionen stärken.
Kleinert sagt: „Wir haben es nicht mit einer kurzfristigen konjunkturellen Delle zu tun. Die Weltwirtschaft und damit auch der Maschinenbau und die Automatisierungsbranche stehen vor einem massiven Umbruch. Wir haben darauf unmittelbar reagiert. Das bedeutet in der Konsequenz, dass wir sowohl unsere personellen Ressourcen als auch unsere Unternehmensstrategie diesen Herausforderungen anpassen mussten. Ich kann heute sagen, dass uns das sozialverträglich und letztlich unternehmensstabilisierend gelungen ist. Der eingeschlagene Weg wird fortgeführt.“
